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Investition in die europäische Fertigung


Die Aufrechterhaltung eines florierenden Fertigungssektors bleibt Priorität der europäischen Wirtschaftspolitik. In der Vergangenheit haben Fortschritte in der globalen Logistik zusammen mit niedrigen Handelsbarrieren jedoch dazu geführt, dass immer mehr Produktionsanteile in Niedriglohnländer verlagert wurden. Ob in der Forschung, Produktion oder Logistik, hat Europa Anteile verloren, während andere Länder Anteile gewonnen haben.


Das Jahr 2021 war jedoch ein „Weckruf“ für diejenigen, die sich für eine kostengetriebene Auslandsverlagerung entschieden haben. Es ist jedoch nicht jedes Unternehmen der Seidenstraße gefolgt, wie auch Pentair, der weltweit führende Anbieter von Wasseraufbereitungs- und Wasserfiltrationsprodukten.


Wir sprachen mit Timo Keski-Mattila, EMEA Director bei Pentair, über seine Leidenschaft für die Fertigung in Europa, welche Folgen diese Strategie im Jahr 2021 hatte und warum sie seiner Meinung nach im Zuge seines Bestrebens, die Bedürfnisse von Schlüsselkunden in den Mittelpunkt zu stellen, nun von entscheidender Bedeutung ist.


„Nach dem vergangenen Jahr haben wir alle erkannt, wie wichtig es ist, die Fertigungsbasis in Europa zu haben!“

Investition in die europäische Fertigung

„Vor einigen Jahren schien Europa die Bedeutung lokaler Fertigung aus den Augen verloren zu haben“, sagt Timo. „Unternehmen wendeten sich zunehmend von Europa ab und verlagerten Produktion, Entwicklung, Support und andere Funktionen ins Ausland, da sie der Meinung waren, dass sie dadurch Geld sparen würden. „Das vergangene Jahr hat uns jedoch eines Besseren belehrt und uns gezeigt, wie wichtig es ist, die Fertigungsbasis in Europa zu haben!“

„Es geht nicht nur um die Kosten. Wir glauben und waren schon immer der Meinung, dass wir durch die Fertigung und den Betrieb vor Ort mehr Kontrolle haben – mehr Kontrolle über Qualität, Lieferung, Kundenerlebnis und lokale Compliance. Während also unser Wettbewerb damit beschäftigt war, Produkte von außerhalb Europas zu importieren, haben wir in unsere europäische Fertigungsbasis investiert. Wir haben in unseren Fabriken in Belgien und Italien in Qualitätssysteme investiert. Wir haben auf dem ganzen Kontinent in unsere mehrsprachigen, multifunktionalen Mitarbeiter investiert. Und wir haben in Übereinstimmung mit der EU-Gesetzgebung investiert, wo immer wir auch tätig sind.“

„Und wir sind nach wie vor sehr wettbewerbsfähig im Markt“, fährt Timo fort. „Im Jahr 2016 waren wir mit einigen unterdurchschnittlichen Montageproblemen konfrontiert, sodass wir unsere Qualitätsprozesse radikal überarbeitet haben. Heute haben wir europäische Kompetenzzentren im Bereich der Fertigung von Ventilen und Behältern geschaffen, die als Benchmark in unserer Branche anerkannt werden.“


Wenn es jemals Zweifel an der Strategie von Pentair gab, so wurde seine Strategie „Made in Europe for Europe“ durch die eintretende Covid-19-Krise untermauert.


„Ich bin fest davon überzeugt, dass wir dank unserer Basis in Europa aus diesen herausfordernden Zeiten stärker hervorgingen als unser Wettbewerb.“

„Ja, unsere Geschäftstätigkeit war von der Pandemie betroffen – es ist ja auch ein globales Problem“, reflektiert Timo. „Auch wir sahen uns mit chronischer Rohstoffknappheit, steigenden Transportkosten und Inflationsdruck konfrontiert. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir dank der Kontrolle, die wir durch unsere Fertigungsbasis in Europa haben, aus diesen herausfordernden Zeiten stärker hervorgingen als unser Wettbewerb.“


Aufrechterhaltung der Fertigungsdynamik

Pentair betreibt vier Geschäftsbereiche in Europa, die sich alle auf das Thema Wasser konzentrieren:

1. Commercial Systems – auch bekannt als „Foodservice“

2. Residential Systems – mit Fokus auf Wasserenthärtung

3. Components Business – Herstellung von Ventilen und Behältern

4. Schwimmbad-Zubehör


Timo erklärt, dass diese Geschäftsbereiche unterschiedlich von der Pandemie betroffen waren. „Das Betriebsumfeld brachte für jeden Geschäftsbereich unterschiedliche Herausforderungen mit sich. Unsere Geschäftsbereiche Pool und Residential verzeichneten einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage, da Verbraucher nun mehr Zeit für die Renovierung ihrer Häuser hatten. Im Gegensatz dazu kam der Markt unseres Geschäftsbereichs Foodservice im Zuge der Einführung von Ausgangsbeschränkungen und Homeoffice-Regeln zum Erliegen – erholte sich aber wieder, als die Beschränkungen gelockert wurden. Alle vier Geschäftsbereiche haben im Jahr 2021 aber letztendlich gut abgeschnitten.“


„Hätte die Nachfrage das Angebot nicht übertroffen, so hätte jeder einzelne Geschäftsbereich noch bessere Ergebnisse erzielt. Der Druck auf die globale Lieferkette und die weltweite Rohstoffknappheit waren gut dokumentiert. Es war sehr frustrierend für unsere Kunden und uns selbst – keiner mag Lieferverzögerungen. Während der ganzen Zeit haben wir alles in unserer Macht Stehende getan, um „den Schmerz gleichermaßen zu teilen“, damit jeder ein faires Stück vom Kuchen abbekommt. Und wir haben die ganze Zeit dazugelernt und daran gearbeitet, wie wir in Zukunft vorausschauender und reaktionsschneller handeln können.“


„Die Fertigung in Europa gibt uns das Steuer in die Hand. Wir haben dadurch mehr Flexibilität, um Alternativen zu finden, wo wir können, und Dinge umzuschichten, um mit den Engpässen fertig zu werden, die wir alle erlebt haben.“


„Ich zolle den Teams von Pentair Europe, die uns geholfen haben, die Krise zu überstehen, meine Anerkennung. Von unseren Bedienern, die während der Pandemie in die Werke kamen, um die Fertigungsdynamik aufrechtzuerhalten, bis hin zum operativen Taskforce-Team, das Kreativität bewiesen hat, um die Belastung durch Verzögerungen für unsere Kunden zu verringern.“

„Die Fertigung in Europa gibt uns das Steuer in die Hand und dadurch haben wir mehr Flexibilität, Alternativen in allen möglichen Bereichen zu finden.“

Wir halten an unserer Strategie fest

Timo äußert sich zurückhaltend, was die wirtschaftlichen Aussichten für das Jahr 2022 betrifft, bleibt aber zuversichtlich, was die lokale Fertigungsstrategie von Pentair angeht. Er möchte in den kommenden Jahr auch die Beziehungen zu Großkunden aufbauen und stärken.


„Ich denke, die kommenden Monate bleiben weiterhin unsicher“, fährt er fort. „Materialknappheit, weltweite Lieferverzögerungen, steigende Energiepreise und Inflationsdruck werden so schnell nicht überwunden werden. Allerdings werden wir zumindest versuchen, Preiserhöhungen auszugleichen und eine faire Verteilung der Bestände zu gewährleisten – niemand will ein weiteres Jahr wie 2021 erleben.

„Wir werden aber nicht zulassen, dass unsere grobe Strategie durch externe Kräfte beeinflusst wird. Unsere Kunden stehen an erster Stelle und das verstehen wir. Wir haben Pläne erstellt, um die unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen Kundengruppen zu erkennen. Die Anforderungen eines kleinen unabhängigen Installateurs können sich stark von denen eines Großhändlers unterscheiden, und wir erarbeiten Wege, um diese Bedürfnisse besser zu erkennen und besser darauf zu reagieren. Wir möchten beispielsweise bei einigen Großkunden eine bessere „funktionale Zusammenarbeit“ mit unseren Kunden fördern; Planer sprechen mit Planern, Lagerleiter mit Lagerleitern und so weiter, so dass es viel mehr als nur eine Transaktionsbeziehung gibt.“


Unsere Kundenbetreuer sind für die Durchführung dieser Änderung verantwortlich, da keiner unseren Kunden näher ist. Unsere Vertriebsteams werden in Zukunft mehr Autonomie erhalten, um diese Arbeit zu erledigen. Ich bin zuversichtlich, dass unsere Kunden, insbesondere die regionalen Großkunden, einen positiven Unterschied feststellen werden.“


„Made in Europe for Europe“ zählt heute mehr denn je

Pentair möchte sein Engagement bezüglich seiner europäischen Geschäftsaktivitäten im Jahr 2022 verstärken. Im vergangenen Jahr wurde die Montage von Enthärtern erfolgreich an einem Standort in Herentals konsolidiert. Im Jahr 2022 plant das Unternehmen, die Produktion seiner Wellmate-Behälterreihe, die derzeit von einer Pentair-Fabrik in den USA bezogen wird, nach Europa zu verlagern.


„In einer Zeit, in der die meisten Produkte unserer Wettbewerber von fernen Orten bezogen werden, werden wir unsere Fertigungskapazitäten in Europa weiter stärken“, schließt Timo. „Es geht um Qualitätskontrolle, Compliance, Vertrieb und Lieferung. Und wenn uns das Jahr 2021 etwas gelehrt hat, dann die Tatsache, dass Made in Europe for Europe nun mehr denn je zählt.


„Wenn uns das Jahr 2021 eines gelehrt hat, dann, dass unsere Strategie „Made in Europe for Europe“ heute mehr denn je zählt.“

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